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Jahresausblick

Das kommt 2018

Jahresausblick

Das kommt 2018

All­tag, Finanzen und Gesund­heit – die wichtigsten Neu­erungen im Über­blick.

Wichtige Neuerungen

Das ändert sich 2018

Die wichtigsten Neuerungen bei Steuern & Co.

Neues Jahr, neue Gesetze, neue Vorschriften: 2018 bringt diverse Änderungen, die sich auf Ihren Geldbeutel auswirken können. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick.

Die neuen Steuer­gesetze

2018 bringt Änderungen im Einkommen­steuer­gesetz sowie in der Besteuerung von Fonds mit sich.

Aktuelles im Bereich Arbeit und Soziales

Die Bedingungen für Mütter, Arbeit­nehmer und Arbeits­suchende werden verbessert.

Betriebs­renten­stärkungs­gesetz

Eine höhere Riester-Grund­zulage und Steuer­anreize – das sind nur zwei von vielen Verbesserungen bei der Betriebs­rente.

Höhere Beitrags­bemessungs­grenzen

Wegen steigender Löhne in den vergangenen Jahren werden die Grenzen neu fest­gelegt.

Verbesserter
Daten­schutz

Verbraucher und Unter­nehmen werden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten besser geschützt.

Verbesserte Zurechnungs­zeiten

Wer ab dem Jahr 2018 eine Erwerbs­minderungs­rente bezieht, wird von verbesserten Zurechnungs­zeiten profitieren.

Der Steuer-Grundfreibetrag steigt

Der Grundfreibetrag, auf den keine Einkommensteuer zu zahlen ist, wird 2018 erhöht. Er orientiert sich am Existenzminimum. Weil das gestiegen ist, wächst auch der Grundfreibetrag. Immerhin um 180 Euro auf 9.000 Euro für Alleinstehende (18.000 für zusammen veranlagte Ehepaare).

Mehr Kindergeld & höhere Kinderfreibeträge

Entlastung gibt es auch für Familien. 2018 bekommen sie je Kind zwei Euro mehr Kindergeld pro Monat: 194 Euro für das erste und für das zweite Kind. 200 Euro gibt es für das dritte und 225 Euro für jedes weitere Kind. Der Kinderfreibetrag steigt auf 7.428 Euro jährlich pro Kind. Eltern erhalten entweder das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag. Das Finanzamt prüft automatisch, was für die Eltern vorteilhafter ist.

Niedrigerer Beitrag zur gesetzlichen Rente

Für Arbeitnehmer gibt es im kommenden Jahr eine leichte Entlastung bei den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beiträge sinken 2018 von derzeit 18,7 Prozent auf 18,6 Prozent.

Mehr Geld für Rentner

Die mehr als 20 Millionen Rentner in Deutschland können sich freuen: Zum 1. Juli 2018 bekommen sie etwa drei Prozent mehr Rente. Die geplante Rentenerhöhung liegt damit spürbar über der allgemeinen Preissteigerung. Gute Aussichten auch für die kommenden Jahre: Nach den Vorausberechnungen des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung steigen die gesetzlichen Altersbezüge bis zum Jahr 2031 um insgesamt 36 Prozent an – das sind durchschnittlich 2,2 Prozent pro Jahr.

Änderungen bei der Besteuerung von Investmentfonds

Die Reform der Investmentbesteuerung betrifft insbesondere Aktienfonds, Mischfonds und Immobilienfonds. Damit soll das System einfacher werden und es sollen Steuerschlupflöcher geschlossen werden. Auf inländische Dividendenerträge und inländische Immobilienerträge fallen künftig auf Fondsebene 15 Prozent Steuer an – ganz gleich, ob Fonds und Anleger im In- oder Ausland sitzen.Die steuerliche Vorbelastung auf Fondsebene wird pauschal ausgeglichen, indem die Investmenterträge beim Anleger teilweise steuerfrei bleiben. Wie hoch der steuerfreie Anteil ist, richtet sich nach der Art des Fonds. Erfolgt keine oder eine nur geringe Ausschüttung, wird ersatzweise eine sogenannte Vorabpauschale besteuert. Obwohl sich somit viele Neuerungen ergeben, wird die neue Besteuerung – was die Höhe der Steuer betrifft – für die meisten Anleger kaum einen Unterschied gegenüber der bisherigen Rechtslage mit sich bringen. Der Bestandsschutz für vor 2009 gekaufte Fonds entfällt; sie verlieren ihre Steuerfreiheit. Aber: Für Wertzuwächse bei diesen Anteilen gilt ab 2018 ein Freibetrag von 100.000 Euro.

Grundzulage für Wohn-Riester steigt

Eine gute Nachricht für Riester-Sparer: Der Staat erhöht 2018 die jährliche Riester-Zulage von bisher 154 Euro auf 175 Euro. Für Kinder beträgt die Zulage weiterhin 300 Euro, für vor 2008 geborene 185 Euro. Erfahren Sie mehr über diese Form der Altersvorsorge: Wohn-Riester.

Neue Regeln für Wertpapiergeschäfte

Mit Inkrafttreten der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II im Januar 2018 müssen sich Finanzunternehmen in Europa an neue gesetzliche Regelungen für Wertpapiergeschäfte halten. Diese setzen hohe Standards für den Schutz von Anlegern:

  1. Künftig stehen Kunden und ihre Anlageziele im Fokus, nicht die Produkte selbst. Es dürfen nur Wertpapiere empfohlen werden, die die Bedürfnisse der Kunden erfüllen.
  2. Von Januar 2018 an ist eine vollständige und beweissichere Aufzeichnung und Archivierung aller Beratergespräche vorgeschrieben – egal, ob diese per Telefon, E-Mail, Chat oder Video geführt wurden.
  3. Alle Kosten, die durch einen Wertpapierkauf entstehen, müssen offengelegt, sowohl dienstleistungs- oder produktbezogene Kosten als auch Zuwendungen an Vertriebspartner ausgewiesen werden.

Erwerbsminderung: bessere Zurechnungszeiten

Für Menschen, die krankheitsbedingt früher in Rente gehen müssen, wurde der Rentenanspruch bislang bis zu ihrem 62. Lebensjahr hochgerechnet. Die Zurechnungszeit wird ab 2018 bis zum Jahr 2024 schrittweise um drei Jahre verlängert. Damit erhöht sich die Rente für die Betroffenen. Bestandsrentner mit Erwerbsminderungsrente profitieren von der Anhebung nicht. Wegen des vorzeitigen Rentenbeginns verringert sich der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente auch weiterhin um einen Abschlag von maximal 10,8 Prozent.

Regelsätze für Sozialhilfe und Harzt-IV steigen

Erhöht werden 2018 auch die Leistungen für Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Für Alleinstehende steigt der Regelsatz um sieben Euro auf 416 Euro pro Monat. Verheiratete erhalten sechs Euro mehr (insgesamt 374 Euro pro Partner). Für unter 25-Jährige erhöht sich der Regelsatz um 5 Euro auf 332 Euro. Kindern zwischen 14 und 18 Jahren stehen 316 Euro monatlich zu.

Abschied vom 500-Euroschein

Der lilafarbene Geldschein war und ist bei Kriminellen in ganz Europa besonders beliebt. Doch sein Aus scheint längst besiegelt: Ab 2018 wird der 500er nicht mehr gedruckt, ab Ende des 2018 wird er auch nicht mehr ausgegeben. Seinen Wert behält er aber weiterhin – und das zeitlich unbegrenzt.

Neue Richtlinie für den Zahlungsverkehr

Mit der PSD2 (Pay­ment Service Directive 2) werden der Verbraucher­schutz und die Rechts­sicherheit verbessert und der Zahlungs­verkehrsmarkt modernisiert – gleich­zeitig soll der Wett­bewerb zwischen Banken und neuen Zahlungs­dienst­leistern gefördert werden. Von diesen Neu­regelungen profitiert insbesondere die Entwicklung innovativer Bezahl­systeme. Auch die gestiegenen Anforderungen an den Daten­schutz und die Sicher­heit von elektronischen Zahlungen werden berück­sichtigt.

Zukünftig kann der Kunde wählen, ob er direkt auf sein Zahlungs­konto zugreift – zum Beispiel über das Online-Banking seiner Sparkasse – oder ob er auch Dienste eines Zahlungs­dienste­anbieters in Anspruch nimmt. Diese Dienste können entweder ein Konto­informations­dienst oder ein Zahlungs­auslöse­dienst sein, die aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden die entsprechenden Konto­daten abrufen dürfen.

Gut zu wissen

Wissens­wertes und Termine

Mehr Transparenz bei Bankgebühren

Die Angebote der Banken und Sparkassen unter­scheiden sich teilweise stark voneinander. Um den Verbrauchern den Vergleich zu erleichtern, sollen bestimmte Begriffe europa­weit verein­heitlicht werden. Vorgesehen ist zudem, dass die Kunden vorab eine Übersicht über alle Konto­gebühren bekommen. Eine Jahres­abrechnung soll helfen, die tatsächlich anfallenden Kosten im Blick zu behalten. Außerdem sollen EU-weite Vergleichs­portale im Internet entstehen.

GPS-Genauigkeit beinahe perfekt

Der neue GPS-Chip BCM47755 von Broadcom soll die Standort­genauig­keit auf bis zu 30 Zentimeter erhöhen. Das wird im Jahr 2018 die GPS-Funktion Ihres Smart­phones erheblich aufwerten.

Die bisherige GPS-Abweichung von drei bis fünf Metern ist vor allem bei Navigations­geräten bekannt. Wenn das Navigations­gerät eine Abfahrt vorschlägt und beide Spuren parallel zueinander verlaufen, zeigt das GPS keine Abweichung an. Erst wenn die Abfahrts­spur ignoriert wird und das Auto weiter­fährt, wird die Route neu berechnet. Ein neues GPS-Satellitensignal, das dem GPS-Chip im Smart­phone zusätzliche Informationen liefert, wird die Stand­ort­genauig­keit deutlich steigern.

Medienöffentlichkeit in Gerichtsverfahren

Ab April 2018 können Ton­übertragungen der Verhandlung und der Urteils­verkündung in einen Raum für Medien­vertreter zugelassen werden. Das erleichtert die Dokumentation von Gerichts­verfahren von heraus­ragender zeit­geschichtlicher Bedeutung.

Das Gesetz zur Erweiterung der Medien­öffentlich­keit in Gerichts­verfahren und zur Verbesserung der Kommunikations­hilfen für Sprach- und Hörbehinderte ist seit dem 19. Oktober 2017 teil­weise in Kraft.

Neue Virtual-Reality-Brille kommt auf den Markt

Facebook hat mit der „Oculus Go“ eine neue Virtual-Reality-Brille (VR-Brille) vorgestellt. Sie funktioniert völlig autonom und kabellos – ohne Smart­phone. Mit voraus­sichtlich nur 199 US-Dollar wird die ab Anfang 2018 erhältliche „Oculus Go“ die günstigste erhältliche VR-Brille auf dem Markt sein.

Bundeskabinett beschließt E-Rechnungs-Gesetz

Ab dem 27. November 2018 können Unter­nehmen ihre Rechnungen an Behörden und Ein­richtungen der Bundes­verwaltung elektronisch stellen. So sollen Porto­kosten gespart und der Arbeits­aufwand bei privaten Unter­nehmen reduziert werden. Darüber hinaus werden Ressourcen geschont, Medien­brüche durch die unmittelbare elektronische Übertragung von Rechnungs­daten an die Bundes­stellen vermieden und durch­gängige sowie konsistente Prozesse von der Bestellung bis zur Bezahlung geschaffen.

Das Gesetz tritt zunächst für Bundes­ministerien und Verfassungs­organe in Kraft. Für alle übrigen Behörden gilt die Neu­regelung ab dem 27. November 2019.

Termine 2018

12.01.2018 bis 28.01.2018 Handball-EM der Männer in Kroatien
04.02.2018 52. Super Bowl in Minneapolis (USA)
09.02.2018 bis 25.02.2018 Olympische Winterspiele in Südkorea
09.03.2018 bis 18.03.2018 Winter-Paralympics in Südkorea
25.03.2018 Beginn der Sommerzeit (Zeitumstellung)
04.05.2018 bis 20.05.2018 Eishockey-WM der Männer in Dänemark
08.05.2018 bis 12.05.2018 Eurovision Song Contest in Lissabon
14.06.2018 bis 15.07.2018 Fußball-WM der Männer in Russland
07.07.2018 bis 29.07.2018 Tour de France
07.08.2018 bis 12.08.2018 Leichtathletik-EM in Berlin
10.09.2018 bis 30.09.2018 Volleyball-WM der Männer in Italien und Bulgarien
30.09.2018 bis 21.10.2018 Volleyball-WM der Frauen in Japan
28.10.2018 Beginn der Winterzeit (Zeitumstellung)
30.10.2018 Weltspartag
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